Renaturierung der Rodenberger Aue (Foto: Matthias Dornbusch)

Renaturierung der Rodenberger Aue
(Foto: Matthias Dornbusch)

Die Verbesserung der Gewässerstruktur bildet eine wesentliche Voraussetzung zur Erreichung des guten ökologischen Zustands bzw. Potentials. In der Vergangenheit sind bereits Maßnahmen in erheblichem Umfang umgesetzt und Verbesserungen der Gewässerstruktur an vielen Gewässerabschnitten erreicht worden. Da Renaturierungsmaßnahmen und Maßnahmen des naturnahen Gewässerbaus mit sehr hohen Kosten verbunden sind, tragbare Kompromisse mit den wesentlichen Nutzungen gefunden werden müssen und teilweise zunächst fachliche Grundlagen für eine angepasste Planung erarbeitet werden müssen, ist die Struktur des überwiegenden Anteils der Gewässerstrecken weiterhin deutlich bis vollständig verändert.

Für die erheblich veränderten Wasserkörper werden zur Erreichung des guten ökologischen Potentials hydromorphologische Maßnahmen, wie z. B. die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit sowie lokal begrenzte Verbesserungen der Gewässerstruktur insbesondere in den Gewässersohlen und Uferzonen sowie in der lateralen Vernetzung mit Zuflüssen und Auengewässern, angestrebt, die ohne eine unverhältnismäßige Einschränkung zulässiger Nutzungen umgesetzt werden können.

Eine erfolgreiche Umsetzung setzt in der Regel eine ausreichende Verfügbarkeit von Flächen voraus, die aufgrund konkurrierender Nutzungen (z. B. Energiepflanzenanbau) zu einer zentralen Herausforderung wird. Die Notwendigkeit einer überregionalen Betrachtung der Gewässerstruktur wird deutlich im Fall der Wanderfischarten. Für die Erhaltung und Entwicklung von Wanderfischbeständen sind nicht nur die Durchgängigkeit in den Wanderrouten und damit die Erreichbarkeit von Laich- und Aufwuchsgewässern von entscheidender Bedeutung sondern auch deren Qualität und Quantität im gesamten Flusseinzugsgebiet. Aus diesem Grund bleibt die Verbesserung der Gewässerstruktur auch im zweiten Bewirtschaftungszyklus (2015 bis 2021) ein wichtiges überregionales Handlungsfeld der FGG Weser.