Überblicksmessnetz für das Grundwassermonitoring (FGG Weser, 2016)

Überblicksmessnetz für das Grund-
wassermonitoring (FGG Weser, 2016)

Für die Flussgebietseinheit Weser wurden gemäß Art. 8 EG-WRRL im Jahr 2006 Überwachungsprogramme aufgestellt, die im Rahmen der Bewirtschaftungsplanung 2015 bis 2021 überprüft und aktualisiert wurden. Mittels der in diesen Programmen festgelegten Überwachungsnetze wird analog zu den Oberflächengewässern ebenfalls das Grundwasser regelmäßig untersucht, um Probleme zu erkennen und die Wirkung von Maßnahmen zu überprüfen.

Beim Grundwasser wird unterschieden nach der:

  • Überblicksüberwachung zur Bewertung des mengenmäßigen Zustands in allen Grundwasserkörpern,
  • Überblicksüberwachung zur Bewertung des chemischen Zustands in allen Grundwasserkörpern sowie
  • operative Überwachung zur weiteren Bewertung des chemischen Zustands in Grundwasserkörpern, die im Rahmen der Zustandsbewertung für den Bewirtschaftungsplan 2009 als im schlechten Zustand eingestuft wurden.

Die Überwachung konzentriert sich vor allem auf den oberen Hauptgrundwasserleiter, der das Bindeglied zwischen den von den Nutzungen an der Oberfläche ausgehenden Gefährdungen für seinen chemischen und mengenmäßigen Zustand und den von diesem Zustand ausgehenden Gefährdungen auf die Oberflächengewässer selbst und die grundwasserabhängigen Landökosysteme an der Oberfläche darstellt. Gleichartige Grundwasserkörper können zu einer Grundwasserkörpergruppe zusammengefasst und gemeinsam überwacht werden.

Zusätzlich zur Bewertung des guten chemischen Zustands verlangt die EG-WRRL in Verbindung mit der Grundwasserrichtlinie die Angabe von Trends der Schadstoffkonzentrationen. Die Trenduntersuchungen werden an allen Messstellen für alle relevanten Parameter durchgeführt.