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abiotisch

Leblose Faktoren, die die Wechselwirkungen zwischen Organismen zu der sie umgebenden Umwelt beeinflussen können.

Anadrom

Unter dem Begriff anadrom versteht man das Verhalten von bestimmten Fischen (z. B. Lachs, Maifisch, Stör) vom Meer ins Süßwasser zu wandern, um zu laichen. Die Wanderung erfolgt stromaufwärts. Anadrom ist das Gegenteil von katadrom.

Anthropogen

Vom Menschen verursachte Veränderungen.

aquatisch

Organismen, die ihren Lebensmittelpunkt im Wasser haben.

Bestandsaufnahmen

Für jede Flussgebietseinheit erstmalig zum 22.12.2004 erstellte erste Analyse der Merkmale der Flussgebietseinheit, Überprüfung der Umweltauswirkungen menschlicher Tätigkeiten und wirtschaftlichen Analyse der Wassernutzung. Wird 2013 und danach alle 6 Jahre aktualisiert. (Bericht von 2005)

Bewirtschaftungsplan

Für jede Flussgebietseinheit erstmalig zum 22.12.2009 aufzustellender Plan zur wasserwirtschaftlichen Bewirtschaftung der Gewässer, der die in Anhang VII WRRL genannten Informationen enthält. Er wird alle 6 Jahre aktualisiert.

Bewirtschaftungsziel

Es werden lokale, regionale und überregionale Bewirtschaftungsziele unterschieden. Lokale Bewirtschaftungsziele sind die Ziele, die in einem Wasserkörper nach EG-WRRL (Art. 4, hier Umweltziele genannt) erreicht werden müssen. Für Oberflächengewässer sind dies der gute ökologische und chemische Zustand. Für das Grundwasser wurden der mengenmäßige und chemische Zustand unterschieden. Regionale und überregionale Bewirtschaftungsziele werden für besondere wasserwirtschaftliche Fragestellungen erarbeitet. Z. B. sind die überregionalen Bewirtschaftungsziele für die wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen erarbeitet worden.

Biotop

Ist der Lebensraum einer Lebensgemeinschaft (Biozönose).

Chlorophyll

Grüner Pflanzenfarbstoff; der von zentraler Bedeutung für die Photosynthese der Pflanzen ist, die durch die Energie des Sonnenlichts eine Umwandlung von Kohlendioxid aus der Luft oder im Wasser in organische Substanz bewirkt.

 
 
 
   

CIS-Prozess

Common Implementation Strategy: Gemeinsame Strategie von EU-Kommission und Mitgliedstaaten zur Umsetzung der WRRL.

Degradierung (Degradation)

Beeinträchtigung bzw. Schädigung eines Gewässerlebensraums.

Denitrifikation

Der Abbau von Nitrat zu molekularem Stickstoff durch spezielle Mikroorganismen (Denitrifikanten).

diadrom

Oberbegriff für alle Wanderungen von Fischen, die einen Wechsel zwischen Meer und Süßwasser einschließen.

diffuse Einträge

Flächenhaft ausgedehnte Eintragspfade von Stoffen über die Sohle und die Böschungen der Gewässer sowie über atmosphärische Deposition.

Durchgängigkeit

Bezeichnet in einem Fließgewässer die meist auf- und abwärts gerichtete Wandermöglichkeit, insbesondere für die Fischfauna, aber auch für das wirbellose Makrozoobenthos. Querbauwerke (z. B. Stauwehre) bzw. lange Verrohrungen können die zur Vernetzung ökologischer Lebensräume notwendige Durchgängigkeit unterbrechen. Darüber hinaus besteht auch eine laterale Durchgängigkeit an den Gewässerufern zu den terrestrischen und semiterrestrischen Lebensräumen.

Einzugsgebiet

Gebiet, aus dem einem Oberflächengewässer oder Grundwasserkörper das Wasser zufließt, begrenzt durch Wasserscheiden. Die Grenzen der Einzugsgebiete von Oberflächengewässern und Grundwasserkörpern stimmen aufgrund geologischer Verhältnisse nicht zwingend immer überein.

Erheblich veränderte Wasserkörper

Als erheblich veränderte Gewässer (heavily modified water body, HMWB) können Gewässer eingestuft werden, die durch den Menschen in ihrem Wesen physikalisch erheblich verändert wurden und durch intensive und dauerhafte oder ggf. irreversible Nutzungen geprägt sind. Diese Einstufung ist alle 6 Jahre zu überprüfen.

Erosion

Ist die Abtragung lockerer Bodenteile der Erdoberfläche durch Wasser oder Wind. Erosion ist an vielen Stellen der Erde ein natürlicher Prozess, wird aber weltweit durch die Nutzung der Böden verstärkt oder oft sogar erst ausgelöst.

Eutrophierung

Mit Eutrophierung wird die Zunahme an Nährstoffen, besonders an Phosphor- und Stickstoffverbindungen in einem Gewässer und damit verbundenes übermäßiges Wachstum von Wasserpflanzen (z. B. Algen, Laichkraut) beschrieben. Die Folge sind auch fortschreitender Uferbewuchs, vermehrter Bodenschlammbildung, welches letztendlich zur allmählichen Verlandung stehender Gewässer führen kann. Eutroph kommt aus dem Griechischen und bedeutet "gut ernährt". Oligotroph (nährstoffarm) ist das Gegenteil von eutroph.

Weitere Informationen im Umweltlexikon.

Fauna

Bezeichnet die Gesamtheit der Tierarten in einem Gebiet.

Filtrierer

Als Filtrierer werden Tiere bezeichnet, die ihre Nahrung aus vorbeiströmendem Wasser herausfiltern. Einige Arten bleiben dazu an einer Stelle und lassen das Wasser durch ihre „Siebvorrichtungen“ strömen. Viele Arten, Strudler oder Strudeler genannt, erzeugen hierzu aktiv einen Wasserstrom. Andere filtrieren das Wasser beim Schwimmen.

Flora

Der Bestand an Pflanzenarten einer bestimmten Region.

Flussgebietseinheit

Haupteinheit für die Bewirtschaftung von Einzugsgebieten festgelegtes Land- oder Meeresgebiet, das aus einem oder mehreren benachbarten Einzugsgebieten und den ihnen zugeordneten Grundwässern und Küstengewässern besteht.

Gewässergüte

Nach vorgegebenen biologisch-chemischen Kriterien bewertete Qualität eines Gewässers.

Gewässerstruktur

Formenvielfalt des Gewässerbettes und seines Umfeldes, soweit sie hydromorphologisch und biologisch wirksam und für die ökologischen Funktionen des Gewässers und der Gewässerniederung von Bedeutung sind. Dazu zählt zum Beispiel der Verlauf des Gewässers (mäandrierend, gestreckt), das Sohlsubstrat (Kies, Sand), die Uferbeschaffenheit. Strukturvielfalt bedeutet auch Artenvielfalt, da unterschiedliche Lebensraumansprüche von Gewässerorganismen erfüllt werden können.

Gewässerstrukturkartierung

Die Erfassung und Bewertung der Gewässerstruktur ist eine der Grundlagen zur Bestimmung der ökologischen Funktionsfähigkeit der Fließgewässer.

Gewässertyp

Oberflächengewässer (-abschnitte) von vergleichbarer Größe, Höhenlage, Morphologie und Physiko-Chemie in derselben Region, zeichnen sich durch ähnliche aquatische Lebensgemeinschaften aus. Der Gewässertyp ist die idealisierte Gruppierung individueller Fließgewässer-, Seen- oder Küstengewässer-Wasserkörper nach jeweils definierten gemeinsamen, zum Beispiel morphologischen, physikalischen, chemischen, hydrologischen oder biozönotischen Merkmalen.

Grundwasserkörper

Ein abgegrenztes Grundwasservolumen innerhalb eines oder mehrerer Grundwasserleiter.

Grundwasserleiter

Ein Grundwasserleiter (auch Aquifer), ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen, der zur Leitung von Grundwasser geeignet ist.

Grundwasserstockwerk

Grundwasserleiter im Verband mehrerer übereinander liegender Grundwasserleiter, die durch Grundwassernichtleiter und/oder Grundwassergeringleiter getrennt sind. Die Zählung der Stockwerke erfolgt von der Erdoberfläche nach unten.

Guter chemischer Zustand

Der gute chemische Zustand wird von der EG-WRRL für Grundwasserkörper und Oberflächenwasserkörper unterschiedlich definiert. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass ein Wasserkörper die in der EG-WRRL und in anderen Richtlinien festgesetzten Schwellenwerte in Bezug auf die Konzentration von Schadstoffen nicht überschreiten darf. Sonst befindet er sich nicht im "guten chemischen Zustand". Eine Definition ist in Artikel 2 EG-WRRL zu finden.

Guter mengenmäßiger Zustand

Der gute mengenmäßige Zustand bezieht sich nur auf Grundwasserkörper. Der "gute mengenmäßige Zustand" ist erreicht, wenn die Grundwassermenge nicht durch menschliche Entnahmen sinkt. Eine Definition ist in Artikel 2 EG-WRRL zu finden.

Guter ökologischer Zustand

Die Bewertung des Zustands eines Oberflächenwasserkörpers und damit der Frage ob der "gute ökologische Zustand" erreicht ist, beruht im Wesentlichen auf einer Beurteilung anhand von biologischen Komponenten und wird durch hydromorphologische und chemisch-physikalische Komponenten unterstützt. Für jede einzelne Komponente wird der Zustand eines Gewässers sowohl allgemein als auch spezifisch in fünf unterschiedlichen Bewertungskategorien beschrieben. Der "gute ökologische Zustand" ist die zweit höchste Bewertungskategorie nach dem "sehr guten ökologischen Zustand".

Gutes ökologisches Potenzial

Das ökologische Potenzial eines Oberflächenwasserkörpers wird wie der ökologische Zustand ermittelt. Es bezeichnet den Zustand erheblich veränderter und künstlicher Wasserkörper. Für die einzelnen Komponenten werden allerdings nur in drei Bewertungskategorien ermittelt, wobei das "gute ökologische Potenzial" die höchste Stufe ist.

Habitat

Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart.

Hochwasser

Zeitlich beschränkte Überflutung von Land, das normalerweise nicht mit Wasser bedeckt ist. Diese umfasst Überflutungen durch Flüsse, Gebirgsbäche, zeitweise ausgesetzte Wasserströme im Mittelmeerraum sowie durch in Küstengebiete eindringendes Meerwasser; Überflutungen aus Abwassersystemen können ausgenommen werden.

Hochwasserrisiko

Kombination der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Hochwasserereignisses und der hochwasserbedingten potenziellen nachteiligen Folgen auf die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das Kulturerbe und wirtschaftliche Tätigkeiten.

Interkalibrierung

Die Interkalibrierung soll sicherstellen, dass die Ergebnisse der Gewässerbewertung zwischen verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU vergleichbar sind. Die nationalen Methoden der einzelnen Mitgliedstaaten zur biologischen Gewässerüberwachung sind unterschiedlich ausgestaltet. Ursache dafür sind die jeweiligen naturräumlichen Gegebenheiten eines Mitgliedsstaats, die verschiedenen Formen der Gewässerbelastung eines Landes, sowie uneinheitliche Techniken von Datengewinnung und -analyse. Während für letztere mittelfristig eine Harmonisierung über das Europäische Komitee für Normung (CEN) angestrebt wird, ist die generelle Normung von Bewertungsmethoden nicht vorgesehen. Daher bedarf es der Interkalibrierung. Ziel ist die europaweit einheitliche Definition des "guten ökologischen Zustands" gemäß Annex V WRRL für die einzelnen Gewässerkategorien (Flüsse, Seen, Küsten- und Übergangsgewässer) und biologischen Qualitätskomponenten. Weitere Infos unter http://www.interkalibrierung.de.

 

Katadrom

Unter dem Begriff katadrom versteht man das Verhalten von bestimmten Fischen (z. B. Aal) vom Süßwasser stromabwärts ins Meer zu wandern, um zu laichen. Katadrom ist das Gegenteil von anadrom.

Karst

Unter Karst versteht man in der Geologie und Geomorphologie unterirdische und oberirdische Geländeformen in Karbonatgesteinen (zum Teil auch in Sulfat- und Salzgesteinen), die vorwiegend durch Lösungs- und Kohlensäureverwitterung sowie Ausfällung von biogenen Kalksteinen und ähnlichen Sedimenten mit hohen Gehalten an Calciumcarbonat (CaCO3) entstanden sind. Hauptmerkmal ist der überwiegend unterirdische Wasserhaushalt, der nicht auf einer primären Porosität des Gesteins beruht, sondern vielmehr sekundär durch den in geologischer Zeit stattfindenden Prozess der Verkarstung (=Korrosion) bedingt wird.

Kieslaichende Arten

Kieslaichende Arten (auch litophile Arten genannt) sind auf Gestein, Kies als Untergrund angewiesen, um erfolgreich laichen zu können.

Kluft

Klüfte oder Kluftflächen sind feine Trennflächen im Gestein bzw. im Gebirge, die durch tektonische Beanspruchung entstehen, aber auch durch diagenetische Prozesse oder Abkühlung von Gesteinen. Die Größenordnung einer Kluft liegt im Bereich von wenigen Millimetern Weite bis zu einer Erstreckung von mehreren Metern.

Künstliche Wasserkörper

Künstliche Gewässer (artificial water body, AWB) sind "von Menschen geschaffene oberirdische Gewässer" (§ 25b WHG, Artikel 2 Nr. 8 EG-WRRL), die weder durch die direkte physikalische Veränderung noch durch eine Verlegung oder Begradigung eines bestehenden Wasserkörpers entstanden sind.

Küstengewässer

Küstengewässer sind die Wasserkörper, die in einem Streifen von einer Seemeile Breite an die Küste oder Übergangsgewässer anschließen.

LAWA

Länderarbeitsgemeinschaft Wasser ist der Zusammenschluss der für Wasserwirtschaft zuständigen obersten Behörden der Länder und des Bundes.

Litophil

Litophil bedeutet im zoologischen Sinne, dass Tiere auf Gestein als Untergrund in ihrer Lebensumgebung angewiesen sind.

Makrozoobenthos

Als Makrozoobenthos werden alle wirbellosen Tiere des Gewässergrundes bezeichnet, die noch mit bloßem Auge wahrnehmbar sind. Die kleinsten Vertreter im Süßwasser, z. B. einige Wasserkäfer und -wanzen, erreichen lediglich eine Körperlänge von weniger als 2 mm, die größten, z. B. der Edelkrebs, werden bis zu 20 cm groß. Die überwiegende Zahl der Arten hält sich nicht unmittelbar am Gewässergrund auf, sondern besiedelt die untergetauchte Vegetation, das Phytobenthos. Kein Bestandteil des Makrozoobenthos sind somit alle frei im Wasser schwebenden (planktonischen) Arten. Das Makrozoobenthos bezeichnet also keine systematisch einheitliche Gruppe des Tierreichs, die einzelnen Gruppen sind zum Teil nicht nahe verwandt und entstammen sogar verschiedenen Klassen.

Während z. B. die Wasserschnecken und Muscheln sowie die aquatischen Krebstiere und viele Wasserkäfer und -wanzen ihren gesamten Lebenszyklus im Wasser durchlaufen, gibt es auch eine Reihe von Tierordnungen, die nur das Larvenstadium im Wasser verbringen und nach ihrer Metamorphose zum Landleben wechseln. Zu diesen "merolimnischen" Arten gehören z. B. die Libellen, Köcher-, Stein- und Eintagsfliegen.

Maßnahmenprogramm

Das Maßnahmenprogramm enthält für zur Erreichung der Umweltziele der EG-WRRL erforderlichen Maßnahmenplanungen auf Ebene der Flussgebietseinheiten. Es wird alle 6 Jahre aktualisiert.

morphologisch

Die Form der Erdoberfläche betreffend.

Neozoen

Als Neozoen bezeichnet man Tierarten, die direkt oder indirekt durch die Wirkung des Menschen in andere Gebiete eingeführt worden sind und sich dort fest etabliert haben.

Nitrifikation

Die Nitrifikation ist die Umsetzung von Ammoniak bzw. Ammonium zu Nitrat. Sie wird im natürlichen Gewässer und bei der biologischen Abwasserreinigung von Nitrifikanten durchgeführt.

Oberflächenwasserkörper

Ein einheitlicher und bedeutender Abschnitt eines Oberflächengewässers (Fließgewässer, See, Küstengewässer, Übergangsgewässer).

Operative Überwachung

Wesentliches Merkmal der operativen Überwachung ist, dass Messstellen, Untersuchungsfrequenzen und Auswahl der Parameter problemorientiert, räumlich und zeitlich flexibel und nicht auf Dauer angelegt sind. Die Messstellen können Belastungen erfassen, die in einem Wasserkörper dazu führen können, dass der gute Zustand bzw. das gute ökologische Potenzial nicht erreicht wird.

P-Eliminierung

Unter Phosphoreliminierung versteht man in der Abwasserreinigung die Entfernung von Phosphorverbindungen aus Abwässern in Kläranlagen.

Pestizide (Pflanzenschutzmittel)

Sammelbegriff für biologische und chemische Mittel zur Vernichtung pflanzlicher und tierischer Pflanzenschädlinge, zur Bekämpfung oder Abschreckung von tierischen und pflanzlichen Schaderregern sowie zur Unkrautbekämpfung.

Phytoplankton

Pflanzliche Organismen, die frei im Wasser schweben und im Wesentlichen ihre Ortsveränderung durch Wasserbewegungen erfahren.

Pluvionivaler Typ

Gewässertyp der vom Wasserhaushalt sowohl im Jahresverlauf vom Niederschlag als auch im Winter von der Schneeschmelze beeinflusst ist.

Porengrundwasserleiter

Ein Gesteinskörper, dessen Hohlräume von zusammenhängenden Poren gebildet werden und daher geeignet ist Grundwasser weiterzuleiten. Porengrundwasserleiter sind in der Regel gekennzeichnet durch geringe Grundwasserfliessgeschwindigkeiten, hohes Speichervermögen für Grundwasser und gute Filtereigenschaften. Aus diesem Grund werden Porengrundwasserleiter häufig bei der Grundwassererschliessung für Trinkwassergewinnungszwecke nutzbar gemacht.

potamodrome Fischarten

Fischarten, die sich unabhängig von der Länge der Wanderwege innerhalb einer Flussgebietseinheit in ihrem Lebenszyklus bewegen.

Prioritäre Stoffe

Schadstoffe oder Schadstoffgruppen, die ein erhebliches Risiko für die aquatische Umwelt oder durch die aquatische Umwelt (z. B. durch Trinkwasserentnahme) darstellen. Für die prioritären Stoffe werden EU-weit Qualitätsnormen und Emissionskontrollen festgelegt (Art. 16, Anh. IX, X WRRL), anhand derer der chemische Zustand der Wasserkörper beurteilt wird.

Punktquellen

Räumlich eng begrenzte Einträge in Gewässer, wie z. B. Kläranlagen.

 

Retentionsvolumen

Das Retentionsvolumen ist das Volumen, das ein natürliches oder künstliches, aber stehendes Gewässer (See, Stausee, Bassin etc.) zusätzlich oder alleinig aufweist, um einen maximal zu erwartenden Zufluss zwischenzuspeichern und mit einer Abflussrate, die kleiner ist als die Zuflussrate, wieder abzugeben.äumlich eng begrenzte Einträge in Gewässer, wie z. B. Kläranlagen.

Salinität

Als Salinität bezeichnet man den Salzgehalt eines Gewässers.

Sediment

Verwittertes Gestein und organische Bestandteile, die von Wasser oder Wind transportiert wurden und sich bei Nachlassen der Transportkraft wieder abgelagert haben.

Teilraum

Die Flussgebietseinheit Weser umfasst die benachbarten Einzugsgebiete der Weser und der Jade, die beide in die Nordsee münden. Sie wurde von den Anrainerländern in die drei Koordinierungsräume Werra, Fulda/Diemel sowie Weser eingeteilt. Letzterer wurde aufgrund seiner Gebietsgröße zusätzlich in Aller, Leine, Ober- und Mittelweser sowie Tideweser unterteilt. Zusammen mit den Koordinierungsräumen Werra und Fulda/Diemel ergeben sich somit 6 vergleichbar große so genannte Teilräume, die auf der Europäischen Ebene als Sub-Units bezeichnet werden.

Tide

Gezeiten; periodische, durch Gravitation des Mondes und der Sonne verursachten Wasserstandsschwankungen der Weltmeere. Deutlich sichtbar in den Mündungsbereichen der Meereszuflüsse in Form von Ebbe und Flut.

Überblicksüberwachung

Die Überblicksüberwachung wird an Stellen durchgeführt, an denen

Aufzählung

ein zusammenhängender und umfassender Überblick über den Zustand der Gewässer in der Flussgebietseinheit möglich ist,

Aufzählung

bestehende Messnetze genutzt werden können, um langfristige Trends zu beobachten,

Aufzählung

der Abfluss bezogen auf die gesamte Flussgebietseinheit bedeutend ist; dies schließt Stellen an großen Flüssen ein, an denen das Einzugsgebiet größer als 2.500 km² ist,

Aufzählung

das Volumen des vorhandenen Wassers für die Flussgebietseinheit, einschließlich größerer stehender Gewässer, kennzeichnend ist,

Aufzählung

entsprechend der Entscheidung 77/795/EWG eine Ausweisung über den Informationsaustausch vorliegt sowie

Aufzählung

es erforderlich ist, in die Meeresumwelt gelangende Schadstoffbelastungen zu ermitteln.

Übergangsgewässer

Übergangsgewässer sind Oberflächenwasserkörper in der Nähe von Flussmündungen, die aufgrund ihrer Nähe zu Küstengewässern einen gewissen Salzgehalt aufweisen, aber im wesentlichen von Süßwasserströmungen beeinflusst werden.

Überwachung zu Ermittlungszwecken

Die Überwachung zu Ermittlungszwecken ist ein Instrument des klassischen wasserwirtschaftlichen Vollzugs. Ziel der Überwachung zu Ermittlungszwecken ist es, Informationen zu Ursachen von Beeinträchtigungen der Gewässer zu erlangen.

Umweltqualitätsnorm

Umweltqualitätsnormen legen Grenzwerte für die prioritären Stoffe fest. Durch Umweltqualitätsnormen soll das Vorkommen bestimmter chemischer Stoffe, die ein erhebliches Risiko für die Umwelt oder die menschliche Gesundheit darstellen, in den Oberflächengewässern reduziert werden.

Umweltziel

In Wasserkörpern zu erreichende ökologische, chemische, bei Grundwasserkörpern chemische und mengenmäßige Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (Art. 4 WRRL), entspricht dem Bewirtschaftungsziel nach §27 WHG.

urbane Gebiete

Städtische und dicht besiedelte Gebiete.

 

Wanderfisch

Wanderfische, sind Fische, die zum Laichen ihre Gewässer wechseln. Fische, die ihr Leben lang im selben Gewässer bleiben, werden demgegenüber als stationär bezeichnet.

Wasserkörper

Ein Wasserkörper ist definiert als ein Abschnitt eines Gewässers, in dem wichtige Randbedingungen wie Gewässertyp, Fließcharakteristik, Belastungsschwerpunkte und vieles mehr einheitlich vertreten sind.

WHG (Wasserhaushaltsgesetz)

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) bildet den Rahmen des deutschen Wasserrechts. Das WHG enthält Bestimmungen über den Schutz und die Nutzung von Oberflächengewässern und des Grundwassers, außerdem Vorschriften über den Ausbau von Gewässern und die wasserwirtschaftliche Planung sowie den Hochwasserschutz. Es wird durch Bundesverordnungen, Ländergesetze und Länderverordnungen untersetzt.

 
 
 
 

Hier finden Sie folgende allgemeine Glossars und Lexika zum Thema Wasser, Umwelt und Ökologie, die Sie nutzen können:
Aufzählung http://www.wasserlexikon.de
 
Aufzählung http://www.umweltfibel.de
 
Aufzählung http://www.umweltdatenbank.de/lexikon/oekologie.htm
 
Aufzählung http://www.hnd.bayern.de
 
Aufzählung http://www.lexikon.wasser.de

 

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