Das dreistufige Anhörungsverfahren des zweiten Berichtszeitraums begann mit der Offenlegung des Zeitplans und Arbeitsprogramms für den Zeitraum bis 2015 am Ende 2012. Ende 2013 wurden die Informationen zu den wichtigen Fragen der Gewässerbewirtschaftung zur Anhörung veröffentlicht. Die Entwürfe des Bewirtschaftungsplans und des Maßnahmenprogramms 2015 bis 2021 folgten schließlich im März 2015. Die Öffentlichkeit hatte jeweils ein halbes Jahr Zeit, um ihre Stellungnahme abzugeben.

Neben der formalen Umsetzung der EG-WRRL und der Erfüllung von Rechtsverpflichtungen auf der Grundlage des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) nimmt die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert in der Flussgebietseinheit Weser ein. Interessierte Stellen werden über verschiedene Instrumente in den Ländern direkt an der Aufstellung, Überprüfung und Aktualisierung der Bewirtschaftungspläne beteiligt und so in den Umsetzungsprozess mit einbezogen.

  • Gebietskooperationen wurden auf Landesebene gegründet, in denen Umweltverbände, fachlich orientierte Interessenvertretungen (Unterhaltungsverbände, Fischerei usw.) und Nutzer in Zusammenarbeit mit den Wasserbehörden Strategien entwickeln und erörtern.
  • Runde Tische werden für spezielle, auf bestimmte Gebiete beschränkte Problemstellungen als wichtiges Diskussionsgremium eingerichtet.
  • Informationsveranstaltungen wie Gebiets- und Gewässerforen sowie Aktionen in Schulen finden statt.
  • Es werden Information über das Internet, Printmedien, Hörfunk und Fernsehen verbreitet.
  • Die Bundesländer haben Anlaufstellen benannt, bei denen Hintergrunddokumente eingesehen werden können.
  • Die Bundesländer haben detaillierte Hintergrundinformationen zum Zustand der Gewässer sowie zu den geplanten Maßnahmen in den Bewirtschaftungsplänen im Internet veröffentlicht und auch als elektronische Wasser- und Geoinformationssysteme bereitgestellt.