Phosphor: Handlungsbedarf für die Oberflächengewässer (AGRUM Weser, 2010)

Phosphor: Handlungsbedarf für die Ober-
flächengewässer (AGRUM Weser, 2010)

Der Handlungsbedarf für die Oberflächengewässer wurde im Rahmen des Modellvorhabens im Hinblick auf das vorläufig für die Flussgebietseinheit Weser festgelegte Bewirtschaftungsziel in allen Fließgewässern von 0,1 mg P/l abgeschätzt. Basis für die Analyse bilden die Phosphorbilanzüberschüsse 2015.

Der Reduktionsbedarf liegt überwiegend bei weniger als 0,5 kg P/ha*a. Lediglich in Teilbereichen, insbesondere in den Ballungsgebieten können auch Reduzierungen von mehr als 3 kg P/ha*a erforderlich sein, was auf einen Reduzierungsbedarf bei Kläranlageneinträgen hindeuten kann.

Vor dem Hintergrund des überwiegend geringen Handlungsbedarfs für Phosphor und der bestehenden hohen Phosphorakkumulation im Boden lag im Hinblick auf die Auswahl von Maßnahmen des landwirtschaftlichen Gewässerschutzes das Hauptaugenmerk auf der Reduzierung von Stickstoffbilanzüberschüssen.