Maßnahmen für den Grundwasserschutz (AGRUM Weser, 2010)

Maßnahmen für den Grund-
wasserschutz (AGRUM Weser, 2010)

Maßnahmen für den Schutz der Oberflächengewässer (AGRUM Weser, 2010)

Maßnahmen für den Schutz der Ober-
flächengewässer (AGRUM Weser, 2010)

Die Analyse des für den Grundwasserschutz notwendigen Maßnahmenumfangs hat ergeben, dass auf ca. 1 Mio. ha Maßnahmen mit einem Kostenumfang von ca. 74 Mio. EUR/a notwendig sind, um den guten chemischen Grundwasserzustand in Bezug auf Nitrat zu erreichen. In rd. 7 % der Gemeinden ist ohne Ausweitung des ökologischen Landbaus das Ziel nicht zu gewährleisten. Die Maßnahmen Zwischenfruchtanbau sowie reduzierte Mineraldüngung bei Getreide haben mit rund 350.000 ha bzw. 165.000 ha den größten Flächenumfang. In den Regionen mit hoher Viehbesatzdichte im Norden der Flussgebietseinheit Weser ist die Maßnahme "keine Wirtschaftsdünger nach der Ernte" ein relativ wichtiges Instrument um die Grundwasserziele zu erreichen.

Ausgehend von einem guten chemischen Grundwasserzustand ist zur Zielerreichung in den Oberflächengewässern ein weiterer Handlungsbedarf von rd. 5.500 t Stickstoff abgeschätzt worden. Hierzu sind weitere Maßnahmen in einem Umfang von rund 270.000 ha notwendig. Dies entspricht rd. 25 % des Maßnahmenumfangs für den Grundwasserschutz.

Insgesamt werden über das Baseline Szenario 2015 hinaus ergänzende Maßnahmen auf ca. 1,4 Mio. ha landwirtschaftlich genutzte Fläche als notwendig prognostiziert, um die vorläufigen überregionalen Bewirtschaftungsziele für Stickstoff zu erreichen. Die Gesamtkosten dafür werden sich auf rd. 94 Mio. EUR/a bzw. 67 EUR/ha belaufen.