OWK mit Salzbelastung (Chlorid) (FGG Weser, 2017)

OWK mit Salzbelastung (Chlorid)
(FGG Weser, 2017)

OWK mit Salzbelastung (Kalium) (FGG Weser, 2017)

OWK mit Salzbelastung (Kalium)
(FGG Weser, 2017)

OWK mit Salzbelastung (Magnesium) (FGG Weser, 2017)

OWK mit Salzbelastung (Magnesium)
(FGG Weser, 2017)

Basierend auf langen Datenreihen liegen die Chloridkonzentrationen (Tageswerte) an der mittleren und unteren Werra (Messstelle Gerstungen) seit 1999 (Umsetzung der abflussabhängigen Salzlaststeuerung) fast ausnahmslos unterhalb des Grenzwertes von 2.500 mg/l bzw. einem langjährigen 90-Perzentilwert von ca. 2.350 mg/l. An der Oberweser liegen 90-Perzentilwerte von ca. 500 - 800 mg/l und in der oberen und mittleren Mittelweser von 400 - 550 mg/l vor. Erst im letzten Abschnitt der Mittelweser, ab der Allereinmündung, wird mit einer Belastung von etwa 300 mg/l unter Berücksichtigung der oben genannten Wertebereiche der Richtwert zumindest in einigen Jahren erreicht. Ein deutlicher Rückgang der Konzentrationen ist an der Messstelle Vacha zu verzeichnen. In Thüringen werden seit Ende 2012 keine Salzabwässer mehr in die Oberflächengewässer eingeleitet. Die anfallenden Salzabwässer aus Thüringen werden in Hessen entsorgt.

Die mittlere und untere Werra zeigen bezüglich Kalium eine Überschreitung des Richtwertes mit 90-Perzentilen von 140 - 200 mg/l bei Gerstungen. Seit dem Jahr 2000 ist sogar ein steigender Trend zu beobachten. Die gesamte Ober- und Mittelweser liegt mit Werten von ca. 22 - 70 mg/l ebenfalls über dem Richtwert von 20 mg/l. Der Richtwert wird somit im gesamten Verlauf ab den Einleitungsstellen an der Werra bis hin zum Ende der Mittelweser trotz fortschreitender Verdünnung nicht erreicht. Der zeitlich steigende Trend der Kaliumkonzentrationen in Gerstungen flacht aber im Verlauf des Flusses immer mehr ab, bis er in Bremen-Hemelingen nicht mehr erkennbar ist. Analog zum Chlorid ist der Rückgang der Kaliumkonzentrationen in Vacha auf die Einstellung der Salzabwassereinleitungen auf thüringischem Gebiet Ende 2012 zurückzuführen.

Die Belastung mit Magnesium liegt an der mittleren und unteren Werra mit 90-Perzentilen von über 300 mg/l deutlich über dem Richtwert von 30 mg/l. Auch an Ober- und Mittelweser wird wie beim Kalium trotz fortschreitender Verdünnung mit Werten von ca. 31 - 120 mg/l der Richtwert nicht erreicht. Ein Trend ist in allen Ganglinien nicht erkennbar. Die Ergebnisse des Monitorings für die dargestellten Kontrollmessstellen zeigen, dass zur Erreichung der Ziele in Bezug auf die Salzbelastung erhebliche Reduzierungen notwendig sind. Der Rückgang der Magnesiumkonzentrationen in Vacha ist ebenfalls auf die Einstellung der Salzabwassereinleitungen auf thüringischem Gebiet Ende 2012 zurückzuführen.

Zusammengefasst erreichen insgesamt 10 Oberflächenwasserkörper in Werra und Weser auf einer Länge von ca. 630 km die Richtwerte bezüglich der Belastung mit Salzionen nicht.