Stickstoffkonzentration 2000-2015 Bremen-Hemelingen (FGG Weser)

Stickstoffkonzentration 2000-2015
Bremen-Hemelingen (FGG Weser)

Stickstoffkonzentration 2000-2015 Reithörne (FGG Weser)

Stickstoffkonzentration 2000-2015
Reithörne (FGG Weser)

Zeitliche Änderungen der Nges-Konzentrationen in der Flussgebietseinheit Weser (FGG Weser)

Zeitliche Änderungen der Nges-
Konzentrationen in der Flussgebiets-
einheit Weser (FGG Weser)

Der Gesamtstickstoffgehalt (Nges) im Wasser ist im Wesentlichen mit der Summe aus Nitrat-, Ammonium-, und Nitritstickstoff gleichzusetzen.

Zum Schutz der Meeresgewässer ist in der Oberflächengewässerverordnung ein Bewirtschaftungsziel von 2,8 mg/l Nges bei in die Nordsee mündenden Flüssen für die sogenannte Referenzmessstelle, das ist der Übergabepunkt eines Fließgewässers vom Binnenland in den tidebeeinflussten Übergangs- und Küstenbereich, festgelegt. Betrachtet man die Veränderung der Stickstoffbelastung an der Referenzmessstelle Bremen-Hemelingen der letzten Jahre unter diesem Aspekt, so sind zwar geringe Veränderungen hin zu niedrigeren Jahresmittelwerten zu erkennen, das Ziel wird jedoch nicht erreicht. Es besteht weiterhin Reduzierungsbedarf. Da auch noch unterhalb der Messstelle Hemelingen überwiegend über das Einzugsgebiet der Hunte beträchtliche Stickstoffeinträge in die Unterweser erfolgen, wird für den Teilraum Tideweser über die Messstation Reithörne als letzte Messstelle vor der Einmündung der Hunte in die Unterweser ebenfalls ein Reduzierungsziel von 2,8 mg/l Ngesangesetzt. Auch hier wird das Ziel nicht erreicht.

Zur Ausweisung des Handlungsbedarfs in den Oberflächenwasserkörpern der FGG Weser wurde das Bewirtschaftungsziel von 2,8 mg/l Nges für Bremen-Hemelingen und Reithörne auf Basis einer Empfehlung der LAWA für die oberhalb liegenden, am Stickstoffeintrag in die Küstengewässer beteiligten Oberflächenwasserkörper zurück gerechnet. Darin werden zur Berücksichtigung der Retention in den Fließgewässern und Seen für jede Planungseinheit Retentionsfaktoren sowie Zielkonzentrationen ausgewiesen. Die aus der Rückrechnung des Bewirtschaftungszieles resultierenden Zielkonzentrationen sind für die im „Hintergrundpapier Nährstoffe“ abgestimmten Kontrollmessstellen festgelegt worden. Für die übrigen Messstellen des Flächenmessnetzes kann man die daraus resultierenden Richtwerte ebenfalls zurückrechnen.

Die Zielwerte werden an den intensiv landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten der Aller, Leine, Werre, Großen Aue und Hunte fast flächendeckend nicht erreicht. Eine günstigere Belastungssituation ist allenfalls im Süden des Wesereinzugsgebietes, das dort vergleichsweise hohe Wald- und Grünlandanteile aufweist und an den durch ausgeprägte Grünland-Landschaften charakterisierten norddeutschen Fließgewässern des Gebietes festzustellen.