Orthophosphatbelastung 2015 (FGG Weser)

Orthophosphatbelastung 2015
(FGG Weser)

Pges- und Ortho-P-Konzentrationen Hemelingen 2015 (FGG Weser)

Pges- und Ortho-P-Konzentrationen
Hemelingen 2015 (FGG Weser)

Zeitliche Änderungen der o-PO4-P-Konzentrationen in der Flussgebietseinheit Weser (FGG Weser)

Zeitliche Änderungen der o-PO4-P-
Konzentrationen in der Flussgebiets-
einheit Weser (FGG Weser)

Die Konzentration von Orthophosphat (o-PO4-P) kennzeichnet den Gehalt an direkt pflanzenverfügbarem Phosphor im Wasser. Der Orientierungswert für Orthophosphat-Phosphor liegt für die Wasserkörper an Werra, Fulda und Weser bei 0,07 mg/l o-PO4-P und wurde 2015 an Werra, Fulda und der oberen Oberweser teilweise bis um fast das Doppelte überschritten.

Die Phosphorwerte (sowohl Orthophosphat als auch Gesamphosphor) stehen im Zusammenhang mit dem Abflussgeschehen. Starke Niederschläge führen durch Erosion zu einem erhöhten Phosphoreintrag von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Jahreszeitliche Abhängigkeiten im Zusammenhang mit der Vegetationsentwicklung sind in Fließgewässern normalerweise nicht stark ausgeprägt. Obwohl im Frühjahr praktisch der gesamte pflanzenverfügbare Phosphor im Wasser, das Orthophosphat, für die einsetzende Biomassenproduktion verbraucht wird, ändert sich der Gesamtgehalt nicht so stark, da der Phosphor nur umgesetzt wird, aber im gewässerinternen Stoffkreislauf verbleibt.

Der Belastungsschwerpunkt mit pflanzenverfügbarem Orthophosphat liegt im Süden der Flussgebietseinheit. Vor allem die Nebengewässer der Werra und diese selbst sowie die obere Fulda und die Schwalm weisen erhöhte Orthophosphatwerte auf. Auch die zufließende Werre stellt für den Phosphorhaushalt der Weser eine erhebliche Beeinträchtigung dar.