Edertalsperre (FGG Weser)

Edertalsperre (FGG Weser)

Staustufe Wahnhausen (FGG Weser)

Staustufe Wahnhausen (FGG Weser)

Öffentliche Wasserversorgung

Der spezifische Trinkwasserverbrauch pro Einwohner und Tag ist im Zeitraum von 1990 bis 2011 um 17 % gesunken und liegt aktuell bei 121 Litern pro Einwohner und Tag. Hohe Auflagen an die Abwasserreinigung, gestiegene Wasserpreise, aber auch ein gestiegenes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung und der vermehrte Einsatz energie-und wassersparender Geräte haben hierzu beigetragen.

 

Kommunale Abwasserbeseitigung

In gleichem Maße hat der Einsatz von Wasserspartechnologien sowie die Erhebung von verbrauchergerechten Wasser- und Abwasserentgelten zu einem deutlichen Rückgang der Abwassermengen geführt. Durch eine fortschreitende Optimierung bestehender Anlagen zur Abwasserbehandlung, durch Einsatz neuer Technologien und durch den Ausbau der Regenwasserbehandlung werden sich die Schadstofffrachten aus kommunalen Kläranlagen zukünftig weiter verringern.

 

Mischwasserentlastungen- und Regenwassereinleitungen

Die Mischwasserentlastungen stellen neben den Einleitungen aus kommunalen Kläranlagen und den Einträgen aus der Industrie eine wesentliche Punktquelle für die stoffliche Belastung der Oberflächengewässer dar. Schwebstoffgebundene Schwermetalle, Phosphor und TOC gelangen heute teilweise zu über 50 % aus Niederschlagswassereinleitungen in die Gewässer. Besonders gravierend sind die Belastungen in dicht besiedelten Gebieten mit einem hohen Anteil versiegelter Flächen. Das auf versiegelten Flächen anfallende Niederschlagswasser unterliegt nicht dem natürlichen Wasserkreislauf und muss, sofern es nicht versickert werden kann, gesammelt und in die Gewässer eingeleitet werden. Bei der Lösung des Problems der Flächenversiegelung kann die Raumordnung mit ihren Instrumenten den Entzug von Freiraum für Siedlungszwecke steuern. Die Gemeinden können mit einem maßvollen Umgang mit der vorhandenen Siedlungsfläche der Flächenversiegelung entgegenwirken.

 

Wassernutzung durch Landwirtschaft

Für die Landwirtschaft ist aufgrund eines steigenden Nahrungsmittel- und Biomassebedarfs sowie aufgrund der Folgen des Klimawandels mit einem erhöhten Bedarf an Beregnungswasser zu rechnen. Bezüglich der diffusen Nähr- und Schadstoffeinträge aus der Landwirtschaft wird die zukünftige Agrarpolitik auf nationaler und europäischer Ebene einen großen Einfluss haben.

 

Wassernutzung durch Kalibergbau

Der Abbau von Kalisalzen in Hessen und Thüringen ist bis zum Jahr 2060 vorgesehen. Obwohl seit 1990 bereits durch verschiedene Maßnahmen eine Reduzierung der durch Salzabwässer verursachten Belastung in der Werra um 90 % erreicht werden konnte, besteht weiterhin ein erheblicher Handlungsbedarf.

 

Schifffahrt

Der Ausbau von Schifffahrtsstraßen steht in engem Zusammenhang mit der Wettbewerbsfähigkeit von Hafenanlagen und Regionen. In den kommenden Jahren ist die Anpassung der Außenweser und der Unterweser für größere Schiffseinheiten geplant. Ähnliches trifft auch auf die Mittelweser zu, die für das Großmotorgüterschiff ausgebaut wird. Ökologisch relevante Folgekosten verursacht die Schifffahrt unter anderem, weil durch die Stauregulierung die Durchgängigkeit beeinträchtigt ist.