Innerstemündung (FGG Weser)

Innerstemündung (FGG Weser)

Die EG-Wasserrahmenrichtlinie beinhaltet ganzheitliche Bewertungsansätze. Das bedeutet, dass nicht mehr wie bisher viele wasserbezogene Einzelrichtlinien, zwischen denen nur geringe übergreifende Zusammenhänge bestehen, angewendet werden, sondern das Gewässer als ganzheitliches Ökosystem von der Quelle bis zur Mündung, einschließlich der Übergangs- und Küstengewässer, begriffen wird.

Alle Oberflächengewässer sollen zukünftig sowohl den guten ökologischen Zustand bzw. das gute ökologische Potential als auch den guten chemischen Zustand erreichen. Der gute ökologische Zustand entspricht hierbei einer nur geringfügigen Abweichung von den Referenzbedingungen eines vergleichbaren, durch menschliche Einflüsse unbeeinträchtigten Gewässers. Durch Interkalibrierung wird sichergestellt, dass dieser ungestörte Gewässerzustand länderübergreifend einheitlich definiert ist. Nur so können die Ergebnisse der national unterschiedlichen Bewertungsmethoden, die als relative Abweichung von diesem Referenzzustand dargestellt werden, miteinander verglichen werden. Der gute chemische Zustand erfordert die Einhaltung von EU-weit festgelegten Qualitätszielen für bestimmte schädliche Chemikalien.

Für das Grundwasser sind der gute chemische und der gute mengenmäßige Zustand das zu erreichende Ziel.