Industrie an der Unterweser (FGG Weser)

Industrie an der Unterweser
(FGG Weser)

Pestizidaufbringung in der Landwirtschaft (FGG Weser)

Pestizidaufbringung in der Landwirtschaft
(FGG Weser)

Chemische Stoffe, die in teilweise erheblichem Umfang teils auf diffusem Weg, teils durch Einleitungen in die Gewässer eingetragen werden, können ganz unterschiedliche Risiken für den guten Zustand bedeuten. Deshalb ist es das Ziel der EG-Wasserrahmenrichtlinie, die Gewässer so weit wie möglich von diesen zum Teil gefährlichen Stoffen freizuhalten.

Es gibt mehrere Kriterien anhand derer festgestellt wird, ob ein Stoff eine signifikante Gefahr für das Gewässer bedeutet. Dazu gehören:

  • das Risiko für das aquatische Ökosystem,
  • das Risiko für die menschliche Gesundheit,
  • die biologische Abbaubarkeit,
  • die tatsächliche Verbreitung in der Umwelt.

Anhand dieser Kriterien wurde eine Liste mit ehemals 33 europaweit relevanten Stoffen erarbeitet, den sogenannten prioritären und prioritär gefährlichen Stoffen. Davon wurden anhand von Immissionsdaten 12 Stoffe als flussgebietsrelevant für die Flussgebietseinheit Weser identifiziert.

Im August 2013 wurde die Liste der bisher 33 prioritären und prioritär gefährlichen Stoffe um 12 neue Stoffe, die eine Gefahr für die Gewässer darstellen könnten, erweitert und enthält nunmehr 45 Stoffe. Außerdem gelten teilweise strengere Umweltqualitätsnormen und es wurde eine Beobachtungsliste eingeführt, deren Substanzen überwacht und eventuell zu einem späteren Zeitpunkt in die Liste der prioritären Stoffe aufgenommen werden. Diese Änderungen sind seit der Novellierung der Oberflächengewässerverordnung im Mai 2016 in nationales Recht übernommen worden.