Kiesbank an der Fulda (FGG Weser)

Kiesbank an der Fulda (FGG Weser)

Auwald bei Hochwasser (Foto: Eckhard Garve)

Auwald bei Hochwasser
(Foto: Eckhard Garve)

Die hydromorphologischen Qualitätskomponenten Wasserhaushalt, Gewässerstruktur, Durchgängigkeit, und bei den Übergangs- und Küstengewässern das Tidenregime werden bei der Bewertung des ökologischen Potentials unterstützend herangezogen.

Der Wasserhaushalt (Abfluss und Abflussdynamik sowie Verbindung zu Grundwasserkörpern bei Fließgewässern, Wasserstandsdynamik und Wassererneuerungszeit bei Seen) und die Gewässerstruktur sind neben der stofflichen Qualität des Wassers und der Sedimente von zentraler Bedeutung für die Lebensgemeinschaften der Gewässer.

Die Ausweitung und Intensivierung der Flächennutzung im Gewässereinzugsgebiet führte zu Veränderungen im Gebietswasserhaushalt mit wesentlichen Auswirkungen auf Abflussmengen und die Abflussdynamik. Für die Nutzung der Gewässerläufe als Transportwege, für die Landentwässerung und für den Hochwasserschutz wurde die Struktur vieler Fließgewässer oft sehr stark verändert. In Folge dieser Veränderungen kommt es u. a. zu erheblichen Einschränkungen der natürlichen hydromorphologischen Dynamik und damit zum Verlust wichtiger und vielfältiger Lebensräume für Fische, Wirbellose und Pflanzen. Defizite im Wasserhaushalt und in der Gewässerstruktur spiegeln sich in der Bewertung der Wasserkörper durch die biologischen Bewertungskomponenten Makrozoobenthos, Makrophyten und Fischfauna wider. Eine besondere Belastung ergibt sich aus der Errichtung von Querbauwerken, da ihre ökologische Wirkung oft nicht lokal begrenzt ist, sondern weit in das Einzugsgebiet hineinstrahlt.

Ein deutschlandweit abgestimmtes Bewertungsverfahren liegt bislang nur für die Gewässerstruktur vor. Verfahren für die übrigen Teilkomponenten werden zurzeit bundesweit erprobt.