Das dreistufige Anhörungsverfahren des dritten Berichtszeitraums begann 2018 mit der Offenlegung des Zeitplans und Arbeitsprogramms für den Zeitraum 2021 bis 2027. Ende 2019 werden die Informationen zu den wichtigen Fragen der Gewässerbewirtschaftung zur Anhörung veröffentlicht. Die Entwürfe des Bewirtschaftungsplans und des Maßnahmenprogramms 2021 bis 2027 folgen schließlich im Dezember 2020. Die Öffentlichkeit hat jeweils ein halbes Jahr Zeit, um ihre Stellungnahme abzugeben.

Neben der formalen Umsetzung der EG-WRRL und der Erfüllung von Rechtsverpflichtungen auf der Grundlage des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) nimmt die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert in der Flussgebietseinheit Weser ein. Interessierte Stellen werden über verschiedene Instrumente in den Ländern direkt an der Aufstellung, Überprüfung und Aktualisierung der Bewirtschaftungspläne beteiligt und so in den Umsetzungsprozess mit einbezogen.

  • Gebietskooperationen wurden auf Landesebene gegründet, in denen Umweltverbände, fachlich orientierte Interessenvertretungen (Unterhaltungsverbände, Fischerei usw.) und Nutzer in Zusammenarbeit mit den Wasserbehörden Strategien entwickeln und erörtern.
  • Runde Tische werden für spezielle, auf bestimmte Gebiete beschränkte Problemstellungen als wichtiges Diskussionsgremium eingerichtet.
  • Informationsveranstaltungen wie Gebiets- und Gewässerforen sowie Aktionen in Schulen finden statt.
  • Es werden Information über das Internet, Printmedien, Hörfunk und Fernsehen verbreitet.
  • Die Bundesländer haben Anlaufstellen benannt, bei denen Hintergrunddokumente eingesehen werden können.
  • Die Bundesländer haben detaillierte Hintergrundinformationen zum Zustand der Gewässer sowie zu den geplanten Maßnahmen in den Bewirtschaftungsplänen im Internet veröffentlicht und auch als elektronische Wasser- und Geoinformationssysteme bereitgestellt.